HEPTAGONAL gedacht

der Blog zu heptagon.at






Thung Wua Laen News 2012 | Part 2

Erstellt von Christa am Mittwoch 25. Januar 2012

Salve!

Erstmal vielen lieben Dank für all die Mails, die ich als Antwort auf meine letzten Thung Wua Laen News erhalten habe!

Ein paar der Punkte, die darin am meisten angesprochen wurden, will ich nun noch einmal für alle kurz klarstellen:

1. Diesmal hab ich leider nur zwei Wochen Zeit in Thung Wua Laen (der Rest von meinem dreiwöchigen Urlaub geht dabei leider für An- und Abreise drauf) und ich habe diesmal keine Absicht, Bücher zu schreiben und es dann doch nicht zu tun ;-)

2. Ich bin allein hier. Mein Schatz muss leider daheim seinen Verpflichtungen nachkommen.

3. Ja, von mir hört man meistens mehr wenn ich mich in Thailand aufhalte als wenn ich daheim oder sonst wo unterwegs bin. Müsst ihr mich eben öfter auf Urlaub schicken ;-) ! Das liegt zum einen daran, dass ich hier mehr Zeit für mich (und somit auch zum Schreiben) habe und zum anderen auch wohl daran, dass Familie und KollegInnen vielleicht nicht so erfreut wären, würde ich alle Kuriositäten, die sich ja auch in Österreich ergeben, frisch und frei in die Welt hinaus posaunen.  Ach ja, wer nicht weiß, was ich Ö so treibe: Hier bin ich seit einem guten Jahr beschäftigt und kann mich sehr vielseitig dabei entfalten.

Jetzt aber zurück nach Thung Wua Laen und Umgebung!

Zuerst eine überaus erfreuliche Nachricht:

Es wurde ein Einbrecher gefasst, als er versuchte, Diebesgut zu verhökern.  Obwohl es zwar wahrscheinlich kein Einzeltäter war, ist das dennoch sehr erleichternd zu wissen. Die Polizei sucht jedenfalls weiter und als ich heute auf dem Weg nach Chumphon war, gab es eine Straßensperre und sie haben sich jeden Verkehrsteilnehmer genau angeschaut. Mir haben sie nur zugewinkt – ich war wohl außerhalb der Zielgruppe…

Allerdings war ich mit etwas schlechtem Gewissen unterwegs, da ich keinen Helm aufhatte. Den braucht man nämlich, wenn man in die Stadt fährt. Zumindest ab der Ortstafel, aber die war eh noch ein paar Kilometer entfernt und so gab es also keine Probleme. Normalerweise borge ich mir für die Fahrt nach Chumphon einen Helm aus vom White Beach, wo ich auch meinen Roller herhabe, aber die hatten heute zu und so musste ich ohne fahren. Ich bin unbehelligt in die Stadt reingekommen, hab mir dann aber bei der erstbesten Moped-Werkstatt gleich einen gekauft. Jetzt hab ich sogar einen in meiner Größe und keinen wie sonst, der mir bei vergnüglicher Geschwindigkeit fast den Kopf abreißt. Und er hat sogar ein getöntes Visier – wie cool! Hab ja keine Ahnung, was bei uns sowas kostet, mit ca. 6 Euro wird man aber kaum auskommen, oder? Schon wieder so ein Thai-Schnäppchen ;-)

Außerdem hab ich mir eine neue Jeans gekauft. Hoffentlich passt sie mir auch noch, wenn ich wieder heimkomme, so wie ich den kulinarischen Genüssen hier fröne.

Apropos: es steht ein neues grünes Tier auf meiner Speisekarte (Heuschrecken und Kroko hatten wir ja schon, wie ihr euch erinnert): Ich hab gestern endlich einen Frosch verspeist! Das wollte ich schon lange und gestern stand er in einem Restaurant auf der Karte. Geschmeckt hat er mir exzellent und trotzdem war ich ein bisschen enttäuscht, weil man ihn definitiv mit Huhn verwechseln kann. Außerdem besteht das Tier fast nur aus Knochen und erst als ich ein Stückchen Wirbelsäule abgefieselt hatte, war ich mir sicher, dass es sich wirklich um kein Federvieh handelt. In Thailand ist alles ja in mundgerechte Happen zerteilt und da schauen sich Krokodil, Frosch und Huhn wirklich sehr, sehr ähnlich…

Ich muss euch sooo viel erzählen! In den paar Tagen hab ich wohl schon mehr erlebt, als sonst in drei Monaten hier. Gestern war ich mit ein paar meiner schwedischen Freunde mit den Bikes unterwegs. Wir haben eine schöne Tour unternommen, waren im Becken eines kleines Wasserfalls schwimmen (und ich war drin, obwohl es nur ca. 24° C hatte!) und haben uns unter anderem mitten im Dschungel auf einem Berg eine tolle Höhle angeschaut, wofür wir in der Hitze sogar unzählige Stufen Aufstieg in Kauf genommen hatten. Ich würde euch gern beschreiben, wie schön das war, aber dafür fehlen auch mir die Worte. Einfach unbeschreiblich; ich bin selten an einem so beeindruckenden Ort gewesen.

Dafür hab ich gestern Abend mein Gesicht verloren. Nein, nein, keine Sorge, das war nur im übertragenen Sinn, noch übertragener als sonst: Mein Sonnenbrand, der sich inzwischen zu einer tropischen Tiefbräune entwickelt hatte, hat sich leider plattenweise zuerst von meiner Nase und dann auch von meiner Stirn gelöst. Heute hat es auch im Nacken und an den Ohren angefangen und ich hoffe, ich muss mich nicht komplett häuten wie eine Schlange. Ärgerlich genug. Kein Mensch wird mir glauben, dass ich jemals sooo braun war.

Ansonsten sehe ich diesmal alles buchstäblich mit einem lachenden und einem weinenden Auge: seit ich unterwegs bin, hab ich Probleme mit meinem linken Auge und es hat sich wohl zu einer Bindehautentzündung entwickelt. Es ist ständig leicht gerötet und besonders morgens ziemlich angeschwollen und verklebt, sprich batzlaugert. Igitt! Ich war also in Saphli in der Apotheke und hab mir Tropfen geholt, das hilft ein bisschen. Absolute Chemiekeule – der Beipackzettel ist auch auf Englisch und das Medikament verspricht, gegen alle möglichen Bakterien zu wirken, die man nur im Auge haben kann, erschreckend, um was für eine Liste es sich hierbei handelt! Wie auch immer, das wird schon wieder. Ich komme damit zurecht, dass ich zeitweise aussehe wie Karl Dall.

Also dann, bis auf weiteres!

Liebe Grüße und Chok di kha
Christa

Abgelegt unter Thailand | Comments Off

Back to Thung Wua Laen!

Erstellt von Christa am Montag 23. Januar 2012

Salve/Sawasdee kha!

Nach monatelanger Vorfreude und etwa 25-stündiger Anreise (Flughafentransfer, Flug mit langem Aufenthalt in Jordanien usw.) bin ich am Donnerstag gegen halb drei am Nachmittag wohlbehalten endlich in Bangkok gelandet. What a feeling! Daheim in Thailand, das ist fast nicht zu ertragen, so viele Glücksgefühle auf einmal… Danach bin ich gleich mit dem Taxi in die Sukhumvit Road gefahren, wo ich mich mit einem Freund getroffen habe, der am nächsten Tag dann zurück nach Ö geflogen ist. Selbstredend musste ich mir gleich ein paar thailändische Köstlichkeiten reinhauen und danach haben wir uns die ganze Nacht um die Ohren geschlagen und waren ausgiebigst fort, so dass ich gar keine Zeit für einen Jetlag hatte ;-)

Da es aufgrund der Schließung des zweiten Flughafens in Bangkok den erhofften Flug nach Chumphon zur Zeit doch nicht gibt und ich einfach nicht länger warten konnte (mit einer Zugfahrt hätte ich einen ganzen Tag verloren), hab ich mich dann am nächsten Morgen spontan entschlossen, mich einfach ins Taxi zu setzen. Für 5000 Baht bzw. ca. 120 Euro gab es eine 5-stündige, sehr angenehme und gut klimatisierte Fahrt und ich hab die 500 km also bestmöglich zurückgelegt und konnte sogar etwas Schlaf nachholen bis ich um 15.00 Uhr in meinem heißgeliebten Thung Wua Laen angekommen bin.

Ich wohne wieder in einem kleinen, netten Bungalow bei Noyna, den ich gleich nach meiner Ankunft beziehen konnte. Nach der obligatorischen Dusche ging es natürlich gleich an den Strand, schnurstracks zu Funkys Bar. Was für ein Schock, keiner da! Die sperren jetzt immer später auf und so musste ich erst mal ein ganzes Stück zu Fuß gehen um endlich ein bekanntes Gesicht zu sehen. Im Apple Coffee bin ich dann aber fündig geworden, wurde wiedererkannt und freundlich von der Eigentümerin in Empfang genommen.

Der Strand wurde durch das Unwetter und Hochwasser zu Weihnachten schon sehr in Mitleidenschaft gezogen, aber im Großen und Ganzen sind hier alle noch gut davon gekommen. Zum Teil wurde etwas Boden weggespült und einige Bäume umgerissen, aber die Straße und die Häuser sind in Ordnung. Die Aufräumarbeiten sind in vollem Gange und ich hab nicht schlecht gestaunt, hier am Strand einen Bagger zu sehen.

Nachdem ich bei Apple war, hab ich dann auch bei Funkys jemanden angetroffen und Pak und Pip haben mich über alle Neuigkeiten gut unterrichtet. Es gibt ein paar neue Lokale, eine großes neues Resort und jede Menge Geschichten über alle Leute. Aber es trübt ein Schatten das Paradies: im letzten Monat gab es plötzlich ein paar Einbrüche und das ist, als würde der böse Wolf ums Dorf schleichen. Normalerweise muss man hier nicht mal seine Tür verschließen, aber nun haben die Leute natürlich Angst, zumal die Einbrecher noch unbekannt sind. Es ist eine Entwicklung, die allen sehr zu denken macht und manche überlegen schon, von hier wegzuziehen.

Die Wirtschaftskrise ist auch zu spüren: Es ist dieses und auch schon im letzten Jahr sehr ruhig und es sind zwar die meisten bekannten Gesichter, aber nur ganz wenige Touristen hier, weshalb einige Restaurants und Bars ums Überleben kämpfen. Trotzdem sind aber auch neue eröffnet worden. Vielleicht sind es einfach auch zu viele für diesen Strand und es reicht halt nicht für alle.

Wie auch immer, es ist gut, hier zu sein! Kaum zu glauben, dass seit dem letzten Mal tatsächlich zwei ganze Jahre vergangen sind. Mir ist alles so vertraut, dass es wirklich scheint, als wär ich nur ein paar Tage weg gewesen.

Freitagabend hab ich mir auch schon einen Roller organisiert und natürlich bin ich damit gestern auch schon in Pathio bei „meiner“ Buddha-Statue auf dem Hügel gewesen, das war einfach obligatorisch. Auf der Rückfahrt gab’s dann einen gewaltigen Wolkenbruch, so dass ich mich unterstellen musste, konnte gar nichts mehr sehen vor lauter Regen. Völlig durchnässt bin ich dann zurück nach Thung Wua Laen gekommen, wo völlig ungetrübt die Sonne schien und nicht mal die Straße nass war. Wenig später hab ich mich mit meiner Freundin Liz am Pool des neuen Resorts getroffen und mir gleich mal einen richtigen Sonnenbrand eingefangen, grrr. Mein Näschen brennt heute noch wie Feuer, da wird ich heute wohl ein Kapperl aufsetzen müssen.

Abends war ich gestern essen im White Beach. Ich musste unbedingt ein Krokodil haben und es war natürlich oberlecker. Dhaa ist eine der besten Köchinnen in Thung Wua Laen, wenn nicht überhaupt in Thailand. Fabelhaft! Danach war ich noch kurz bei Funkys, bin aber schon früh schlafen gegangen, weshalb ich nun schon vor Sonnenaufgang zu schreiben beginnen konnte.

Ich nutze die Gelegenheit dieser ruhigen Stunde. Da ich derweil noch ziemlich damit beschäftigt bin, alle zu begrüßen und mein Comeback hier zu feiern, blieb bis jetzt gar keine Zeit für Kontakt nach Österreich. Bin also ziemlich busy. Heute werde ich an der Yoga-Stunde von Liz teilnehmen, die hin und wieder Kurse abhält. Liz fährt nächste Woche leider nach Laos wegen ihres Visums und so wollen wir die gemeinsame Zeit noch nutzen. Außerdem werde ich heute wahrscheinlich Dr. Conny besuchen, der mich auf einen schwedischen Kaffee eingeladen hat und es kaum erwarten kann, mir sein Haus zu zeigen, das er in der Zwischenzeit mit seiner Frau gebaut hat. Ich bin gespannt.

Und: heute ist Chinesisches Neujahr, da wird vermutlich am Strand die Post abgehen. Thai-Neujahr ist ja erst Mitte April, aber wenn es irgendeinen Grund zum Feiern gibt, dann wird diese Gelegenheit in Thailand sicherlich nicht ungenutzt verstreichen ;-)

Ok, das war’s fürs erste. Es geht mir also gut und ich fühl mich wieder ganz daheim Thung Wua Laen.

Schick euch Sonne!

LG, Christa

Abgelegt unter Thailand | Comments Off

!!! To my friends in TWL !!!

Erstellt von Christa am Donnerstag 4. Februar 2010

Hey guys,

just wanna thank you for the beautiful two and a half months we spent together in paradise!
Thanks for all the fun we had, for nice conversation and most of all for giving me the feeling of being home and being a part of the TWL community!

My special thanks to…

Pippa & Pak for Thung Wua Laen’s most important meeting point and my „living room” Funkys Bar and for being good friends not just barkeepers
Liz & M for your deep friendship and open conversation,
Mike for taking care of me and being my Scottish Daddy,
Tony for teaching me to enjoy every single moment and to keep hope whatever happens in life,
Klaus, Uwe & Cha for listening to all my stories in German and telling me a lot about the background of Thai life
Martin & Chap for sharing my love to TWL and a lot of funny moments
Cop for always being cute, even when mao and tired
Benny for your interest about my Chiang Mai trip and especially for the touching words you said to me when I left
Billy for - nevertheless - being a hero and for your call when I was sitting in the train already

And thanks to all the people I haven’t mentioned by name but who caused me lots of fun, good impressions and nice moments that I’ll never forget.

Take care everybody - I want to see you again!!!

Hugs,
Christa

Abgelegt unter Thailand | 2 Kommentare »

Goodbye Thung Wua Laen & Hello Austria

Erstellt von Christa am Mittwoch 3. Februar 2010

Salve!

Nach meinem Ausflug in den Norden Thailands und meiner Rückkehr ins Paradies habe ich meine letzte Woche in Thung Wua Laen noch ausgiebigst zelebriert und Sonne, Strand, Meer sowie natürlich Funkys Bar und die Zeit mit meinen Freunden in Thailand noch einmal in vollen Zügen genossen:
Am Markt in Saphli hab ich mich zum letzten Mal mit Schokokuchen und anderen Leckereien eingedeckt, im Cocobanana hab ich zum letzten Mal ein schönes Steak verspeist, war mit Liz & M wieder im Chumphon Palm Resort am Pool, bin zu “meiner” Buddha-Statue nach Pathio gefahren, hab am Freitagabend die große Beach-Party in Funkys mit dem Erwarten des Sonnenaufgangs (und danach einer Reissuppe zum Frühstück und gegen Hangover in Saphli) würdig abgeschlossen und hab mich Samstagabend in den Nachtzug nach Bangkok gesetzt.
Besonders gefreut hat mich, dass Samstagabend, bevor mich das Taxi zum Bahnhof gebracht hat, meine besten Freunde alle noch zu Funkys kamen um mir im Moment des Abschieds beizustehen. Obwohl es jedes Mal sehr schwer fällt, TWL zu verlassen, hat in diesen letzten zwei Stunden in meiner zweiten Heimat eindeutig das Glücksgefühl überwogen und ich fand es einfach nur schön, all die Menschen um mich zu haben, die mir in den letzten Monaten so sehr ans Herz gewachsen sind und mit denen mich so viele wunderbare, fröhliche und auch tiefe Erlebnisse verbinden. Traurig sein kann ich später noch, wenn ich sie alle vermisse, dachte ich und so konnte ich die Freude über gute Freundschaften richtig auskosten. Danke! Ich bin immer noch gerührt, wenn ich daran denke. Spätestens an diesem Abend ist mir richtig bewusst geworden, was es bedeutet, im Augenblick zu leben und ich betrachte es als großes Geschenk, dass ich meinen Abschied so erleben durfte.

Danach bin ich also mit dem Nachtzug nach Bangkok gefahren und habe den Sonntag großteils nach auf dem riesigen Chatuchak-Weekend-Market verbracht, wo mich Hitze und tausende von Eindrücken beinahe überfordert haben. Könnt ihr euch noch erinnern, wie ich letztes Jahr über den Duft von Bangkok geschwärmt habe? Dieses Mal hat es mich leider in jeder Minute buchstäblich nur angestunken, was wahrscheinlich daran lag, dass es an diesem Wochenende besonders schwül und voll war. In Bangkok ist ja immer viel los, aber dieses Mal war es sogar in der KhaoSan-Area schwierig ein Zimmer zu finden und ich war schließlich sogar ganz froh über mein fensterloses Kämmerchen, nachdem ich meinen Koffer stundenlang von Rezeption zu Rezeption und über stinkende nasse (weil morgens gewaschene) Strassen hinter mir hergezogen habe.

Anyway. Mit Bangkok mag ich mich aber jetzt nicht länger aufhalten. Montagmorgen ging es dann ab zum Flughafen und nach einem verspäteten Flug mit Zwischenstopp in Abu Dhabi zum Umsteigen bin ich dann abends in München gelandet, wo mich meine Eltern abgeholt haben (Danke übrigens, ihr seid echt spitze!!!). Gegen Mitternacht bin ich dann endlich in Eisengattern angekommen. Uffffff.

Erster Schock: Kälte und Schnee! Bin richtig froh (sorry, ist aber so), dass es heute regnet und die weiße Pracht entsprechend reduziert wird. Das gibt mir Hoffnung, doch heute mal einen Schritt aus dem Haus zu wagen ;-) . Gestern war ich also den ganzen Tag daheim und scheine zum ersten Mal in meinem Leben irgendwie an Jetlag zu leiden. Hab mich richtig verloren gefühlt, hatte etwas Fieber und mit dem Schlafen ist auch alles noch ziemlich durcheinander. Naja, vielleicht ist es auch einfach meine innere Rebellion gegen den Winter oder so. Heute geht es aber schon besser und ich freu mich drauf, euch alle bald zu sehen!

Herzliche Grüße aus Eisengattern
Christa

Abgelegt unter Tagebuch, Thailand | Keine Kommentare »

Chiang Mai und so…

Erstellt von Christa am Samstag 23. Januar 2010

Salve!

Nach meinem vielschichtigen Trip in den Norden nach Chiang Mai bin ich gestern Abend wieder wohlbehalten in Thung Wua Laen angekommen und will euch natürlich meine Erlebnisse und Eindrücke nicht vorenthalten.

Ursprünglich war ja geplant gewesen, die erste Etappe nach Bangkok mit Bekannten im Auto zu bewerkstelligen, aber weil das Leben in Thailand von seiner Spontanität niemanden ausschließt, hat sich diese Mitfahrgelegenheit genauso schnell wieder verflüchtigt, wie sie sich aufgetan hatte und so hab ich am Montagmorgen das Sammeltaxi nach Chumphon genommen und mir von dort mittags ein Busticket nach Bangkok genommen. Für gerade mal 400,- BT (ca. 8 EUR) bin ich also in einem VIP-Bus mit breiten Liegesitzen die etwa 500 km bis zur Hauptstadt gereist. Und das ist noch nicht alles. In dem Stockbus saß ich oben fußfrei in der ersten Reihe und hatte so die ganze Fahrt die Möglichkeit ohne Verrenkungen den vollen Überblick auf die Landschaft zu genießen. Thailand ist sooo schön! Im Preis inkludiert war dann sogar noch ein kleines Lunchpaket und nach etwa drei Stunden Fahrt das Essen an einer Raststation, wo wir schon gedeckte Tische auf uns warteten, auf denen wir Schüsseln mit vier oder fünf verschiedenen leckeren Thai-Gerichten vorfanden, von denen wir uns nach Lust, Laune und Hunger frei bedienen konnten. Kaum zu glauben.

Etwa gegen 19.00 Uhr bin ich dann am südlichen Busterminal in BKK angekommen. Das liegt etwas außerhalb der Stadt und da ich diesmal natürlich ohne Karte und Reiseführer hergekommen bin, wusste ich erstmal gar nicht, wo ich eigentlich bin. Zum Glück hab ich dann doch noch einen anderen Farang entdeckt, den ich gleich mit meinen Fragen überfallen konnte und der so freundlich war, meiner Orientierung ein bisschen auf die Sprünge zu helfen. Selbstverständlich haben wir die Gelegenheit dann noch genutzt, uns ein Singha zu teilen, somit die Wartezeit bis zu seiner Abfahrt zu verkürzen und meinem Ankunftsstress (nach dem ruhigen Strandleben) ein wenig den Wind aus den Segeln zu nehmen. Kurz vor neun hab ich dann von dort aus doch ein Taxi in die Stadt rein genommen und hab in meinem bereits bewährten Guesthouse in der Nähe der Khao San für eine Nacht eingecheckt.

Da ich dieses Jahr ja noch nicht in Bangkok war, musste ich natürlich gleich nochmal zu einem kleinen Rundgang in die Khao San-Umgebung aufbrechen und nach ein paar Minuten plötzlich eine riesengroße Überraschung: Da steht doch glatt jemand vor mir, den ich vor einem Jahr in Bangkok kennengelernt und an den ich mich kurz davor erinnert hatte! Um den “Zufall” noch zu toppen, sind wir uns sogar genau an der Ecke wieder begegnet, an der wir uns letzten Februar verabschiedet hatten. Unglaublich. Natürlich gab es dann bei einem gemeinsamen Abendessen in unserem “Stammrestaurant” viel zu erzählen und die halbe Nacht verging dadurch wie im Flug. Also bis zum nächsten Mal irgendwann und irgendwo in Bangkok ;-) .

Nach nur ein paar wenigen Stunden Schlaf bin ich dann am Dienstag morgens mit dem Bus zum Airport gefahren. Da die Zugfahrt nach Chiang Mai von BKK aus an die 13 Stunden gedauert hätte, hab ich mich dann doch entschlossen, diese Strecke lieber durch einen günstigen Flug mit Air Asia zu überwinden und war am frühen Nachmittag schon in Chaing Mai, wo ich das erstbeste Guesthouse für die kommenden zwei Nächte bezogen habe. Der erste Eindruck von Chiang Mai war ein Schock. Soviele Touris überall und alles schon sehr westlich. Als ich dann aber doch im “Black Canyon Coffee” bei meinem Ice-Cappucino saß, hab ich mich gerade mit diesen Eigenschaften der Stadt sehr schnell doch angefreundet ;-) . Ich hab die zwei Tage dort fast nur Kaffee getrunken, das hab ich nach all dem Nescafé im Süden einfach gebraucht. Danach erstmal ein Nickerchen und etwas Schlaf nachholen und dann bin ich los um die Stadt zu erkunden. Chiang Mai ist die zweitgrößte Stadt Thailands und wirklich sehr, sehr schön. Alles ist dort ein bisschen kultivierter als sonstwo und auch sehr hübsch und liebevoll gestaltet. Es gibt auch viele Blumen an den Straßen und Plätzen. Als Österreicherin besonders und auch nach dem langen Aufenthalt im Süden hab ich (auch abgesehen von Black Canyon Coffee, Starbucks, Segafredo, etc.) die vielen gemütlichen Cafés und Restaurants, die in Chiang Mai nicht nur mit billigen Plastikmöbeln, sondern mit diesen schönen thailändischen Holzmöbeln bestückt sind, sehr geschätzt. Abends musste ich natürlich schauen, wie sich in den vergangenen neun Jahren seit meinem letzten Besuch in Chiang Mai der berühmte Nachtmarkt entwickelt hat und war einfach überwältigt. Abertausende wunderschöne Dinge kann man da bestaunen, kaufen und darum feilschen. Hab nur noch von einem großen Container geträumt, soviel hätte ich gerne mitgenommen, musste aber leider an die beschränkten Kapazitäten meines kleinen Rucksacks denken… Dann hab ich noch allerhand Köstlichkeiten ausprobiert und war wieder ganz begeistert von der Vielfalt der nordthailändischen Küche, die sich zum Teil doch sehr von dem Angebot im Süden unterscheidet und meinem Gaumen eine willkommene Abwechslung geboten haben. Der Nachtmarkt ist inzwischen so riesig geworden, dass ich mich - was mir sonst so gut wie nie passiert - sogar verlaufen habe und zurück ins Zentrum ein Tuk-tuk nehmen musste, weil ich nicht mal mehr die ungefähre Richtung ausmachen konnte. Ääähhhmmm.

Der nächste Tag, Mittwoch, stand dann unter dem Motto des eigentlichen Motivs für das Abenteuer meines Ausflug in den Norden (Achtung, jetzt lasse ich die Katze aus dem Sack!): Um 14.00 Uhr hatte ich einen Termin für ein Vorstellungsgespräch und hab mich zum Airport Business Park aufgemacht um das dort ansässige Unternehmen und meine potenziellen Möglichkeiten darin in Augenschein zu nehmen. Es war ein sehr angenehmer Termin, alles tiptop, freundlich, ansprechend und verlockend. Eine tolle Möglichkeit, sich einen mindestens einjährigen Thailand-Aufenthalt (ganz legal mit Arbeitsvisum und -erlaubnis) zu finanzieren und damit auch noch im Lebenslauf zu punkten… Die entgültige Entscheidung bzw Vereinbarung wäre dann für den nächsten Tag geplant gewesen und aufgrund des wirklich angenehmen Gesprächs und weil ich alle erforderlichen Voraussetzungen und Qualifikationen mitbringe, nehme ich an, dass ich den Job tatsächlich gekriegt hätte. Aber irgendwie, na ja, irgendwie kam dann plötzlich unendliche Traurigkeit in mir hoch und ich hab am nächsten Morgen abgesagt und mitgeteilt, dass ich mich nicht weiter um eine Anstellung bemühen werde. Ich glaube, dass vorerst dennoch das Abenteuer Österreich für mich vorrangig ist und hatte bis dahin aber gar nicht gewusst, wie sehr ich trotz aller Schwierigkeiten an der kalten, rauhen Alpenrepublik hänge. Was für eine schwere und auch schmerzhafte Geburt für meine Seele! Ihr könnt euch also auf meine planmäßige Rückkehr am 1. Februar einstellen und ich hoffe auf freudigen Empfang, wenn die verlorene Tochter in die Heimat zurück kehrt ;-) .

Den Donnerstag habe ich dann großteils im Shoppingcenter verbracht. Da ich ja mittags auschecken und somit die ganze Zeit mein Zeug herumschleppen musste, hatte ich auf weitere Besichtigungen in der Hitze nicht wirklich Lust und wollte auch noch ein bisschen “Beute machen” und die Gelegenheit nutzen, ein paar Dinge einzukaufen, die es in Chumphon einfach nicht gibt. Abends bin ich dann wieder zurück geflogen und bin gegen Mitternacht in Bangkok angekommen, wo ich zwei Stunden später todmüde in mein Bettchen im Kaisri Guesthouse gefallen bin.

Nach nur knapp vier Stunden Schlaf bin ich auch schon wieder aufgestanden, weil ich unbedingt den Morgenzug nach Chumphon erreichen wollte um dann doch sobald wie möglich wieder in Thung Wua Laen zu sein. Ja, was soll ich sagen, ich war um viertel vor sieben am Bahnhof und als ich mein Ticket kaufen wollte, hieß es: “full” und dass es erst wieder einen freien Platz im 13.00 Uhr-Zug gäbe. Ich war knapp am Losheulen und kurz vorm Amoklauf! Aber dann hab ich mich doch meinem Schicksal ergeben, bin zum Fluss gegangen, hab einen Kaffee getrunken und letzten Endes einen sehr guten Vormittag verbracht. Erst hatte ich gedacht, ich würde dadurch Zeit verlieren, aber als ich dann ein bisschen vor mich hinsinnierte, kam ich zu dem Schluss, dass Wartezeit auch ein Gewinn sein kann und dass auch das Zeit ist, die man für vieles nutzen kann. Wie ein Fenster für unerwartete Möglichkeiten und Raum um sich Dingen und Gedanken zu öffnen, die sich nur dann ergeben können, wenn man eben nicht in dem durchgeplanten Zeitfluss festklebt. So ist mir allerhand Spannendes durch den Kopf gegangen und ich habe auch ein, zwei interessante Zufallsbekanntschaften gemacht, die weitere Impulse für mich brachten.

Als ich dann nachmittags endlich doch im Zug saß, habe ich auch noch ein sehr nettes Paar aus Deutschland kennen gelernt, mit dem ich so gute Gespräche hatte, dass selbst diese acht Stunden Fahrt nur so verflogen sind und wir wirklich überrascht waren, als wir kurz vor Chumphon zum ersten Mal auf die Uhr gesehen haben.

Gegen zehn Uhr abends bin ich dann wieder in Thung Wua Laen angekommen, kurz unter die Dusche gehüpft und dann natürlich noch schnell zu Funkys gefahren, wo meine Freunde schon sehr gespannt auf meine Neuigkeiten waren und wissen wollten, ob ich den Job in Chiang Mai antreten werde. Auch, wenn ich letztlich beschlossen habe, auf diese Erfahrung zu verzichten, bin ich doch froh, dass ich diesen Ausflug gemacht und genutzt habe um einiges für mich herauszufinden.

Und nun freue ich mich einfach über meine letzte Woche in Thung Wua Laen…

Herzliche Grüße,
Christa Aventura

Abgelegt unter Tagebuch, Thailand | Keine Kommentare »

Blick über den Tellerrand ;-)

Erstellt von Christa am Sonntag 17. Januar 2010

Salve!

Wird wohl Zeit, dass ich mich wieder einmal melde um bei euch nicht ganz in Vergessenheit zu geraten ;-)

Wie einige von euch ja bereits mitgekriegt haben, hab ich kürzlich mein Buchprojekt auf Eis gelegt und beschlossen, meine letzten Wochen hier noch ausgiebigst zu genießen. Die letzten paar Tage hab ich viel erlebt und so hab ich auch wieder einmal ein paar Dinge zu erzählen.

Angefangen hat alles vergangenen Mittwoch als ich mit meiner Freundin Liz einen Girl’s Day am Pool eines Resorts in Sapli verbracht habe. Wir beiden Nixen hatten den Pool ganz für uns allein und haben es sehr genossen, zur Abwechsluchg mal wieder ein bisschen in Süßwasser zu plantschen. Das kann schon was und hat uns beiden richtig gutgetan, einmal ausgiebig zu plaudern und nicht nur in Thung Wua Laen am Beach zu kleben, wo uns nun doch ab und zu schon mal ein wenig die Decke auf den Kopf fällt, so paradiesisch es auch ist.

Donnerstag kam dann der Wind zurück und morgens hat es geregnet, so dass ich erst gar nicht wusste, was ich mit dem scheinbar trübsinnigen Tag überhaupt anfangen sollte. Um trotzdem kurz raus zu kommen, hab ich dann aber beschlossen, wenigstens kurz zur Tankstelle zu fahren, damit ich nicht in Verlegenheit komme, dass mir am Strand der Sprit ausgeht und ich zum Wucher-Minitankautomaten muss, der hier für Notfälle aufgestellt ist. Also rauf auf meine Honda und die paar Kilometer hinter Sapli zur Tanke. Na und weil ich eh schlecht drauf war, der Regen aufgehört hatte und fahren einfach immer gut tut, dachte ich, fährst halt noch ein paar Kilometer Richtung Norden und probierst ein paar Straßen aus, du noch nicht kennst. Und dann bin ich einfach gefahren, und gefahren und gefahren. Zwischendurch musste ich mich kurz unterstellen, weil es natürlich doch noch mal geregnet hat, aber das ging auch nach ein paar Minuten vorüber. Also weiter und weiter und weiter. Ein bisschen kalt war es mir aber in meinem Tank-Top und so dachte ich, ich muss mir unterwegs irgendwo ein T-Shirt kaufen, das über die Schultern geht. Langsamer fahren und weniger Fahrtwind erzeugen war nämlich keine echte Alternative. Hatte dann auch bald das Glück, dass irgendwo auf einer großen Wiese neben der Straße eben ein Markt aufgebaut wurde, wo ich kurzerhand ein Hemd erstanden habe. Sehr witzig übrigens, das war so in der Pampa, dass außer mir natürlich sonst kein keinziger Farang dort war und die Thais mit großen Augen meine Runde auf dem Markt verfolgt haben und scheinbar ganz verwundert und amüsiert darüber waren, dass es mich dorthin verschlagen hatte so ganz allein. Bin dann, ausgestattet mit meinem neuen Hemd und ein paar unbekannten Früchten als Wegzehrung, weitergefahren, hab mir unterwegs noch einen Tempel angeschaut, wo ich zur Renovierung einen Dachziegel gespendet habe und hab ein paar wirklich traumhafte Plätze an der Küste entdeckt, wo es mir vor lauter Schönheit fast die Sprache verschlagen hat. Und dann plötzlich ein Wegweiser mit der Aufschrift “Sanddune 2 km”. Da blieb mir dann wirklich die Spucke weg. Hatte davor nämlich mal überlegt, mir die Sanddünen anzuschauen, nach einem Blick auf die Karte aber entschieden, dass mir das zu weit für einen Bike-Ausflug ist (ca 70-80 km entfernt von TWL), zumal man die meisten Sehenswürdigkeiten im Endeffekt dann meistens eh nicht findet, weil das nach Thai-Style oft ziemlich schlecht beschildert ist oder dann gerade die letzten entscheidenden Wegweiser fehlen. Tja. Und dann bin ich plötzlich da gelandet, obwohl ich eigentlich doch nur kurz zur Tankstelle wollte. Mir war gar nicht bewusst, wie weit ich gefahren war! Die Dünen hab ich mir dann also noch angeschaut. Wunderschön und kilometerlang und ein fabelhafter Strand dazu. Und: außer mir keine Menschenseele dort. Unglaublich schön. Zurück ging es dann auf direktem Weg und ich bin mit zwar schmerzendem Hinterteil von der langen Fahrt wieder gut in TWL angekommen.

Am nächsten Tag, Freitag, war es dann soweit, dass meine ersten sechzig Tage in Thailand rum waren und ich zum Visa-Run nach Myanmar musste. Also mit dem Motorbike nach Chumphon, mich dort um ca. 13.00 Uhr in den Minibus gesetzt, bis kurz vor Ranong gefahren, Ausreisestempel in den Pass, mit der Fähre auf die Insel rüber zum Andamanclub, Schokolade und Zigaretten im Duty-free eingekauft, ein birmesisches Bier getrunken und einen Cheeseburger verspeist, Myanmar-Stempel in den Pass, zurück mit der Fähre nach Thailand, Einreisestempel, Minibus, Chumphon und mit dem Bike wieder nach Hause. Ziemlich dumm eigentlich, dass ich jetzt nochmal sechzig Tage bleiben dürfte und davon nur noch etwa zwei Wochen in Anspruch nehme. Das ist doch kein effizienter Umgang mit einem Visum, oder??? Na ja. An den Rückflug in den bitterkalten Winter denke ich aber lieber eh noch nicht zuviel, das wäre dann ja auch kein effizienter Umgang mit der sowieso nur allzu schnell verfliegenden Zeit…

Gestern Samstag auf heute hab ich dann mit Freunden zur Abwechslung in einer wunderschönen, einsamen Bungalow-Anlage an dem noch einsameren Coral-Beach (ca 30 km nördlich) übernachtet. Haben abends schön gegrillt und einen sehr gemütlichen Abend verbracht. Musste dann zwar mitten in der Nacht noch umziehen, weil in meinem Bungalow plötzlich Abermillionen von Ameisen waren, so dass der ganze Boden schwarz davon war und die Biester auch zu mir ins Bett kamen, aber aber alles weitere verlief völlig ohne Zwischenfälle, hab super geschlafen, bin morgens mit direktem Blick aufs Meer aufgewacht und hab dann noch ein bisschen Zeit in dem großen Bambus-Schaukelstuhl auf meiner Veranda verbracht, bevor ich nach einer Tasse Kaffee wieder zurückgefahren bin.

Und weil mir das alles noch nicht genug ist, pack ich morgen meinen kleinen Rucksack und fahre über Bangkok für ein paar Tage in den Norden nach Chiang Mai. Das geht nun allerdings wirklich nicht mit meinem Roller, für diese Strecke (ca. 1200 km) reicht da wohl die Zeit sonst nicht ganz aus ;-). Ich fahre mit Bekannten im Auto bis Bangkok und werde dann entweder den Nachtzug nach Chiang Mai nehmen oder kurzfristig einen günstigen Flug bei Airasia buchen, falls ich kein Zugticket mehr kriege, was in Thailand nie ganz ausgeschlossen ist. Spätestens nächstes Wochenende bin ich aber wieder zurück in Thung Wua Laen, wo ich natürlich meine letzte Woche noch verbringen werde und am Abend vor meinem Abschied wird es hier auch noch eine große Party geben. Zwei oder drei Leute haben nämlich Geburtstag, Pip und Pak feiern ihren Hochzeitstag, ein anderes Pärchen hat Jahrestag und naja, ich eben meinen Abschied. Also viele Gründe zum Feiern. Keine Frage, dass ich da dabei sein will…

Bis bald
und herzliche Grüße aus Thung Wua Laen

Christa

Abgelegt unter Tagebuch, Thailand | Keine Kommentare »

außer dem Jahr eigentlich nichts Neues in TWL

Erstellt von Christa am Dienstag 5. Januar 2010

Salve!

Hoffe, ihr seid alle glücklich im Neuen Jahr angekommen und habt es schön krachen lassen.

In Thung Wua Laen war es Silvester keine große Kracherei und anstatt tausender Raketen haben wir nach thailändischem Brauch dafür diese wunderschönen Papierballons in die Neujahrsnacht fliegen lassen und am Strand. Es war eine nette Party in Funkys Bar incl. Buffet mit Thai-Leckereien und feinster Partymusik von zwei engagierten DJs. Ich hab’s sehr genossen, mit all meinen Freunden hier zu feiern. Am nächsten Morgen ging es gleich weiter mit der Party. Scheinbar dauern Partys im Funkys immer zwei Tage *g*. Es war am ganzen Strand unglaublich viel los und durch das verlängerte Wochenende waren viele Thais hier zum Campen und Picknicken. Der sonst so schön einsame Strand war voll und auf unserer kleinen Strandstraße gabs fast ein Verkehrschaos.

Am 2. Jänner hab ich dann zum neuen Jahr meinen Lieblingsplatz mit der großen Buddhastatue aufgesucht und dort eine halbe Stunde ganz allein verbracht, was nach all dem Trubel echt sehr angenehm war. Auf dem Rückweg von Pathio hab ich mir dann noch einen Aussichtspunkt angeschaut. Da bin ich letztes Jahr schon mal ein Stück die straße hinauf gefahren, aber damals war es noch eine wilde Schotterpiste. Vor ein paar Wochen wurde nun die Straße asphaltiert, sie ist aber immer noch ein Abenteuer. Lieber Himmel, sowas von steil!!! Beim Rauffahren ging es ja noch mit meinem Superroller, aber beim Runterfahren hatte ich echt Schiss, dass mir die Bremsen heiß werden (jetzt komm mir bitte keiner mit Motorbremse oder sowas) und war wirklich froh, als ich heil wieder unten war. Der Ausblick war es aber auf jeden Fall wert, wunderschön! Leider war es ein wenig diesig und deshalb nicht optimal zum Fotografieren, dafür anbei ein Bild von dieser aufregenden Straße…

Wie ihr noch seht, habe ich mir jetzt eine Katze zugelegt… Nein, Scherz. Das mach ich ja nicht mal daheim in Ö. Aber es ist in der Nachbarschaft ein nettes Kätzchen aufgetaucht, das sich offenbar bei uns allen hier sehr wohlfühlt. Vorgestern als ich gerade vorm Computer saß, ist sie dann plötzlich zu mir hereingekommen und hat sich mitten in meinem Wohnzimmer breit gemacht. Hatte mir eben von Noyna unten ein paar “Crispy Shrimps” geholt und ihr dann gleich die Reste verfüttert, sehr praktisch. Inzwischen bin ich sie aber wieder losgeworden - immerhin kriegt sie auch von den anderen Nachbarn hin und wieder ein paar Leckerbissen…

Wie geht’s mir sonst? Mit meinem Buch-Projekt komme ich nicht so voran, wie ich mir das vorgestellt hatte. Viiiiel komplizierter als gedacht und ich hab wohl noch nicht mal ein Viertel geschafft. Wird also nicht so schnell gehen bis ich zur erfolgreichen Autorin werde. Grrr. Es fällt mir ziemlich schwer, mich darauf zu konzentrieren, weil mir selbst das Heptagon nach den fünf Jahren, in denen ich nun daran und damit arbeite, natürlich völlig vertraut ist und ich mir dann denke, warum soll ich das denn aufschreiben, es ist doch eh alles so offensichtlich und logisch und ich würd mich viel lieber stattdessen mit neuen, herausfordernden Gedanken auseinandersetzen. Und dann kommen aber immer wieder Leute, die es spannend finden und mehr wissen wollen oder denen es wirklich helfen könnte und dann denke ich mir doch wieder, ich muss da durch und muss es aufschreiben und, und, und. Diesbezüglich bin ich also nicht ganz so happy und in einem ständigen inneren Konflikt.
Und ansonsten läuft mir hier halt schon wieder einmal die Zeit davon. Nur noch dreieinhalb Wochen im Paradies, ojeeeeee. Ja sicher, das ist ja sogar länger als ein Durchschnittsurlaub, aber mir wird’s schon wieder ganz anders, wenn ich an den Abschied denke und mir vorstelle, dass ich bald wieder Socken anziehen muss. Bloß nicht dran denken, sondern Thung Wua Laen in vollen Zügen einfach noch genießen…

Well, das war’s für heute.

Liebe Grüße und bis bald

Christa

Abgelegt unter Tagebuch, Thailand | Keine Kommentare »

Holiday-Report from Thung Wua Laen

Erstellt von Christa am Donnerstag 31. Dezember 2009

Salve!

Zuerst einmal herzlichen Dank für die vielen lieben Weihnachtsgrüße, die mich auch im fernen TWL erreicht haben! Bitte seht mir nach, dass ich (noch) nicht alle Mails persönlich beantworten konnte. Natürlich ging/geht es auch bei mir ziemlich rund an und zwischen den Feiertagen ;-)

Weihnachten habe ich ganz nett mit Freunden im finnischen Restaurant Cocobanana verbracht, wo wir über ein riesiges Buffet mit lauter skandinavischen Festtagsköstlichkeiten hergefallen sind. Zur Begrüßung gab es sogar für jeden ein Häferl Glühwein und der Geschmack von Zimt und Nelken ließ für einen Moment Erinnerungen an kalte Nasen, Ohren, Zehen, etc auf österreichischen Christkindlmärkten wach werden und an tief verschneite Winterlandschaften denken, eben alles, was man so mit dem Weihnachtsklischee assoziiert. Schöner Augenblick. Wenngleich ich trotzdem Weihnachten am Strand bevorzuge. Der Rest des Abends wurde dann natürlich in Funkys Bar zelebriert, wo auch sonst?  ;-)

Am 25. wollte ich mir eigentlich in österreichischer Manier einen schönen ruhigen Feiertag machen, was aber überhaupt nicht geklappt hat. In meiner Bungalowanlage war der Rasenmäher (bestimmt der lauteste auf der ganzen Welt) im Einsatz und auf dem Grundstück daneben ist der Traktor herumgedüst, weshalb ich von meinem Häuschen flüchten musste und meine Freunde bei Funkys getroffen hab. Da ging es dann nochmal richtig zu.

Es sind ja viele Engländer da und so wurde dann am 25. natürlich nochmal den ganzen Tag richtig gefeiert. Abends gab es dann von Pippa (Frau von Pak, dem Barkeeper) noch ein nettes englisches Festmenü gekocht und man höre und staune, so schlecht ist die englische Küche gar nicht, wie alle immer tun.

Dazwischen sind leider ein paar nette Freunde abgereist, der Wind ist dieses Jahr schon weg und so flüchten die Kitesurfer in passendere Gefilde. Dafür sind ein paar andere vom letzten Jahr bekannte Gesichter wiedergekommen und das sind natürlich alles zusätzliche Gründe zum Feiern. Muss gestehen, dass ich wirklich froh bin, wenn es nach Neujahr etwas ruhiger wird und die Partys weniger werden. Schließlich bin ich ja auch nicht mehr die Jüngste…  ;-)

Heute Abend ist aber noch große Silvesterparty in Funkys Bar, die ich mir natürlich keinesfalls entgehen lasse. Es ist unglaublich viel los in Thung Wua Laen und man fragt sich, wie auf dieser kleinen Beach Road überhaupt so viel Verkehr sein kann. Ich glaube, halb Chumphon ist hier und will New Year’s Eve am Beach verbringen. Überall sind Essenstände aufgebaut und auch viele Thais drängen sich am Strand. Hat mich fast an Songkhran erinnert, auch wenn es an Silvester keine Wasserschlacht gibt.

Vorhin hab ich eine Freundin kurzentschlossen mit dem Bike nach Chumphon gebracht. Sie fährt zurück nach Koh Lanta und musste ihren Bus in der Stadt erwischen. Weil es bei ihr gestern später wurde, war sie schon ziemlich spät dran, aber - o Wunder - wir haben die Strecke in einer guten Viertelstunde geschafft. Obwohl sie ja auch noch ihren großen Tramperrucksack auf dem Rücken hatte, sind wir mit 80 bis 100 km/h in die Stadt gedüst. Ich liebe meinen Roller und es ist der Hammer, was dieses Teil hergibt! Bin also ganz stolz drauf, wie sich meine Fahrkünste inzwischen entwickelt haben.

Am Anfang dachte ich ja noch, ich lasse lieber keinen auf meinen Sozius, das ist mir viel zu anstrengend und wackelig, aber ich bin inzwischen so geübt, dass ich, wie in Thailand absolut üblich, sogar schon mit zwei Beifahrern gefahren bin. Die Thais fahren ja manchmal sogar zu viert und mit Kindern oder auch mit ihren Hunden und allerlei Gepäck. Da fragt man sich, warum man sich bei uns gleich einen Kombi kaufen muss, wenn das erste Kind zur Welt kommt. Absolut unnötig ;-)

So, jetzt krieg ich aber Hunger und werd mal schauen, was es am Strand unten alles an Leckereien zu probieren gibt. Und Volleyball spielen geh ich auch gleich noch.

Wünsch euch allen einen schönen Abend und ein wundervolles 2010!

Greetinx from Thung Wua Laen
Christa

Abgelegt unter Tagebuch, Thailand | Keine Kommentare »

Merry Christmas & Happy New Year!!!

Erstellt von Christa am Mittwoch 23. Dezember 2009


Ein fröhliches Weihnachtsfest,

vergnügliche Feiertage

und ein erfolgreiches, glückliches 2010!!!

Herzliche Grüße aus Thung Wua Laen,

Euer

***Christ*a*Kind***


Abgelegt unter Allgemein, Tagebuch, Thailand | Keine Kommentare »

doch noch Weihnachtstimmung in Thung Wua Laen

Erstellt von Christa am Sonntag 20. Dezember 2009

Salve!

So kurz vor den Feiertagen setzt sogar bei mir nun noch die Weihnachtsnostalgie ein und weil mich heute Abend ungemütlich kühle 24° C, sowie Sturm und Regenwetter in meinem Bungalow scheinbar gefangen halten und ich gerade auf meiner Festplatte die Jazz-Weihnachtslieder ausgegraben habe, denke ich natürlich an alle meine Lieben und muss euch schreiben.

In dem kleinen Laden unten an der Ecke, wo ich immer einkaufe, hab ich gestern schon einen Kalender fürs neue Jahr geschenkt bekommen. Nun schmückt also ein Abbild von Königin Sirikit meinen Bungalow (zum Glück ist sie drauf und nicht der König selber, reicht ja schon, dass man den auf jedem Geldschein und jeder Münze bewundern kann). Das Witzige ist, dass beide Jahreszahlen drauf sind: unser gewohntes 2010 und dann zusätzlich noch auf jedem Blatt das thailändische Jahr 2553, das ja eigentlich schon im April mit Songkhran (erinnert euch, da war diese grandiose Wasserschlacht…) begonnen hat und die Jahre seit Buddhas Geburt zählt.

Ein kleines Abenteuer gibt’s auch wieder zu erzählen: Vor ein paar Tagen bin ich nach Chumphon gefahren. Das war eigentlich keine große Sache. Hab nur ein wenig Geld gewechselt und mir Kaffee gekauft, weil es nur in Chumphon “Nescafe protect” gibt und das der einzige Instantkaffee ist, der (zumindest steht das drauf) zu 100% aus echten Kaffeebohnen hergestellt ist. Thailand ist ja ein Kaffee produzierendes Land, aber richtigen Kaffee gibt es trotzdem kaum zu kaufen und mit dem Wasserkocher und weil es eh Urlaub ist, gewöhnt man sich denn selbst als Österreicherin an Pulverkaffee. Ans Bier kann ich mich aber nicht wirklich gewöhnen, da fehlt mir schon bei jedem Schluck mein Eggenberger naturtrüb, aber das ist eine andere Geschichte und nun auch genug der Werbung! Schließlich wollte ich euch ja mein Abenteuer erzählen.

Also, ich war in Chumphon und bin wieder zurückgefahren ohne Probleme. Nachmittags hat mir ein Freund dann sein Grundstück gezeigt und dahin ging es ein Stück über eine wilde Schotterstraße, was aber auch kein Problem war. Das Grundstück besichtigen auch nicht. Wunderschönes Fleckchen übrigens, aber im Moment total zugewachsen und eine Menge Arbeit, wenn da mal ein Haus drauf kommen soll, aber auch das ist nicht mein Problem. Aber dann: Als ich zu meinem Roller zurückkomme, stelle ich mit Entsetzen fest, dass mein Nummernschild weg ist, was für ein Schreck! Also zurück und schauen, ob es auf der Schotterstraße irgendwo herum liegt, aber nein, natürlich nicht. Sch*** . Dachte also, bestimmt hat es mir jemand in Chumphon geklaut und jetzt krieg ich sicherlich Ärger mit meiner Vermieterin, kann ein paar Tage nicht fahren und muss eine Stange Geld hinlegen. Ooo. Also erstmal heim und eine Tasse Nescafe Protect zum Mut antrinken. Und dann musste ich mich natürlich auf den Weg zu Noyna machen und mich der Sache stellen. Bin also schuldbewusst und mit gesenktem Haupt die paar Meter runter zu Noynas Restaurant gefahren, wo sie meistens anzutreffen ist. Da saßen auch schon die Ladys, die bei ihr beschäftigt sind, hinterm Haus und ich bin also hin und hab gleich gestammelt, dass ich ein Problem hab und auf mein Bike gezeigt. Und alle fingen wie auf Kommando an, schallend zu lachen! Und im nächsten Moment kam Noyna heraus - mit den Papieren und einem nagelneuen - regulären - Nummernschild für mich! Sie hatten das blaue Schild schon tags zuvor, als ich schlief, abmontiert! Jedenfalls haben wir dann zusammen unter großem Gelächter das neue Nummernschild angeschraubt und auch für das dazugehörende Jahrespickerl einen Platz gesucht und das noch aufgeklebt.
Rückblickend war ich natürlich sehr froh, dass mir in Chumphon kein Polizist über den Weg gelaufen war, da war ich ja schließlich, ohne es zu wissen, auch schon ohne unterwegs gewesen. Da hätte ich ja sogar ohne Helm fahren können! Den braucht man nämlich auch nur, wenn man in die Stadt fährt und zwar nur der Fahrer und das nur wegen der Polizei. Sobald man die Stadtgrenze erreicht hat, wird das Ding sofort wieder ausgezogen. Meist sind die Helme hier sowieso viel zu groß für meinen Kopf und wenn dann der Fahrtwind unter den Helm bläst, so dass der Helm nach hinten rutscht, dann ist es sehr anstrengend, den Kopf dagegen zu halten. Außerdem will ich mir hier ja keinen Stiernacken auftrainieren…

Es ist immer wieder verwunderlich, wie kreativ die Thais doch sind, wenn es darum geht, etwas zu reparieren. In Funkys Bar gibt es so urige Aschenbecher aus abgeschnittenen Bambusrohren. Einem davon ist in einer langen Rauchernacht leider der Boden durchgebrannt und anstatt auf den Kompost, an den Strand oder zum Feuerholz fürs Barbecue zu wandern, war es natürlich viel besser, das Ding zu reparieren. Schließlich schmeißt man ja nix weg in Thailand. Ich traute meinen Augen kaum, als Pak mit einer Schale mit grauem Pulver und etwas Wasser ankam. Es handelte sich dabei doch tatsächlich um Zement und er hat das münzgroße Loch einfach zubetoniert.

Vor ein paar Tagen gab es in Thung Wua Laen ein großes Food-Festival. Auf einem großen Platz waren in der Mitte die Tische für die Besucher aufgebaut und drum herum Seite an Seite lauter Stände mit den herrlichsten Thai-Leckerein, die man sich nur vorstellen kann. Verschiedenste Currys, Salate, Shrimps etc. und das alles zum Nulltarif! Dazu gab es Livemusik und ein paar Tanzdarbietungen. Auch einen Kuchen gab es zum Schluss noch, der uns sogar an den Tisch gebracht und quasi persönlich in die Hand gedrückt wurde. Ursache für dieses kulinarische Verwöhnprogramm: der Geburtstag des Gouverneurs am folgenden Tag. Tja. So macht man Politik *g*. Danke, Happy Birthday und ein langes Leben diesem netten Herrn!

Bis bald und alles Liebe für den weihnachtlichen Endspurt!

Christa
______________________________________________________________________________

Abgelegt unter Tagebuch, Thailand | Keine Kommentare »